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02. bis 10. Januar 2000
Hilfstransport nach Rubel
Am Morgen des 02. Januar 2000 startete der Hilfskonvoi, bestehend aus zwei Lastwagen mit Anhängern und einem Begleitfahrzeug mit Anhänger, beladen mit 20 t Hilfsgütern, vom THW-Stützpunkt Montabaur  nach  Rubel und Minsk  in Weißrussland.  Neben den sieben Fahrern  des THW  wurde der  Hilfstransport von  zwei Mitgliedern  des Vorstandes der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e. V. und Anastasia Rudik als Dolmetscherin begleitet.
Die Fahrt verlief dieses Jahr, mit kurzen Aufenthalten an den Grenzen, ohne Probleme und der Hilfskonvoi erreichte in der Nacht zum 04. Januar 00 die Gemeinde Rubel. Hier galt es am folgenden Morgen einige Probleme wegen der Freigabe der Hilfsgüter und deren Ver- teilung, wobei die sprachliche Unterstützung durch Anastasia Rudik sehr hilfreich war, zu klären und am Nachmittag konnte unter Aufsicht des Zoll aus Pinsk mit der Entladung der Fahrzeuge begonnen werden. Kurz vor Mitternacht waren alle Hilfsgüter entladen und in einem bewachten Lagerraum untergebracht.
Anklicken zum VergrößernAm 05. Januar wurden zuerst die Geschenk- pakete an die Kinder des Kindergartens und der Schulen ausgegeben, anschließend wurde die Verteilung der persönlichen Pakete vorge- nommen. Es ging wieder bis kurz vor Mitternacht bis die letzten Pakete an die seit dem Morgen wartenden Empfänger verteilt waren. Morgens am 06. Januar wurden die Lebensmittelpakete an  Invaliden, ältere Leute und bedürftige Familien verteilt, beim Durchsehen der erstellten Listen konnten die Vertreter des Vereins wieder feststellen wie schwierig es ist zu entscheiden an wen man fast 400 Pakete verteilt wenn über die doppelte Menge benötigt wird.
Gegen Abend wurden die Hilfsgüter für das Invalidenheim in Minsk wieder auf einen LKW geladen und die Vorbereitungen für die Abfahrt aus Rubel getroffen.
Während des Aufenthaltes in Rubel hatte man durch die sprachliche Unterstützung von Anastasia Rudik und Minna Loresch aus Minsk wieder Gelegenheit mit hilfsbedürftigen Personen und Familien zu sprechen und sich deren Daten zu notieren.
Nachdem am 07. Januar die Post und kleine Dankespakete in Empfang genommen waren ging es nach einem gemeinsamen Mittagessen auf die Fahrt nach Minsk. Nach der Ankunft am späten Abend im Minsk wurden zuerst die LKW auf einem bewachten Parkplatz unter- gestellt bevor es zum Übernachten in die Häuser von Minna und ihrer Tochter ging. Nach kurzem Schlaf, in Decken auf dem Boden, ging es nach dem Frühstück zum Invalidenheim. Hier leben 362 Behinderte, 2/3 davon sind bettlägerig, wir wurden sehr freudig begrüßt und konnten uns überall umsehen. Über die mitgebrachten Betten, Rollstühle, Gehhilfen, Ersatz- teile usw. war man sehr dankbar und wunderte sich über deren guten Zustand, sie hatten ja nicht gesehen wie viele Stunden hier Alois Bungert und Johannes Müller unentgeltlich aufge- bracht hatten um alles zu überprüfen und zu reparieren.
Während dieses Besuches erhielten wir auch noch Kontakt zu einem Kindergarten mit Waisen der Tschernobylkatastrophe in Minsk welche auch Hilfe benötigen. Sie wären einem Verein der Helfen möchte sehr dankbar.
Anklicken zum VergrößernNach einer Stadtrundfahrt durch Minsk ging es wieder auf die Heimreise und am frühen Morgen  des  10. Januar kamen die Fahrzeuge und die Mannschaft  wieder wohlbehalten in Montabaur an.
Der Verein und die Bevölkerung  von  Rubel und Hotomel  bedanken sich  bei allen die zum Gelingen dieser Aktion beigetragen haben, besonders aber bei den Spendern, den über 30 Sammelstellen, beim TV, dem Wochenspiegel, den Verwal- tungen für die Veröffentlichung des Aufrufs in den Amts- und Mitteilungsblättern ohne die wir die vielen Spender nicht erreicht hätten.

21. Januar 2000
Medaillen für zwei selbstlose Helfer
Hohe Auszeichnung für Maria und Franz Thiel
Sie helfen seit Jahren notleidenden Menschen: Maria und Franz Thiel aus Neumagen-Dhron. Dieser Einsatz fand nun besondere Anerkennung.
Mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz hat Heinrich Studentkowski, Präsident der Aufsicht- und Dienstleistungsdirektion Trier, das Ehepaar Maria und Franz Thiel aus Neumagen-Dhron ausgezeichnet. Seit 1994 engagieren sich die Eheleute in der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Wittlich und seit 1997 auch in der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V.
Für die IGFM Wittlich, die seit Jahren Transporte nach Osteuropa schickt, sammeln Maria und Franz Thiel in weitem Umkreis Hilfsgüter, beispielsweise medizinisches Zubehör aus dem Bundeswehrzentral-Krankenhaus in Koblenz oder Pflegebetten in Sanitätshäusern.
Auch bei der Tschernobyl-Hilfe spielen die Eheleute Thiel eine bedeutende Rolle beim Einsammeln und Verpacken der Hilfsgüter. Außerdem beladen sie die Lastwagen und versorgen die Mannschaft auf eigene Kosten mit Verpflegung und Getränken.
»Sie, Herr Thiel, fuhren mit ihrem eigenen Bus, zwei Begleitern und 350 Kilogramm Medikamenten nach Weißrußland«, nannte Heinrich Studentkowski, Direktor der Nach- folgebehörde der Bezirksregierung Trier, ein Beispiel für den selbstlosen Einsatz. Das vorbildliche und uneigennützige Engagement der Thiels sei beachtenswert und rechtfertige die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille, betonte Heinrich Studentkowski.

23. Juni bis 15. Juli 2000
Kindererholung
84 Kinder, sechs Betreuerinnen und drei Gäste, der größte Teil wie immer aus dem Gebiet Stolin, kamen zum Erholungsaufenthalt. Die Kinder waren hier bei Gastfamilien in den Verbandsgemeinden: Thalfang, Hermeskeil, Schweich, Neumagen-Dhron, Bernkastel- Kues, Wittlich, Traben-Trarbach und in der EG Morbach untergebracht. 35 der Kinder verbrachten erstmalig einen Erholungsurlaub in Deutschland.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch auf der Stadtwoche in Hermeskeil. Die 24 Schausteller be- scherten den Kindern einige fröhliche Stunden auf der Kirmes im Hochwald. Die Kinder hatten auf allen Fahr- geschäften Freifahrten, anschließend  wurden sie unter Regie von Dieter Ettelbrück, Werner Weber und Erich Spangenberger zu einer Pizza und Getränken ins Festzelt eingeladen. Jedes Kind erhielt ein Armband mit eingraviertem Namen. Mit einer Portion Eis vom Eissalon Ettelbrück war dann die Freude der Kinder vollkommen.

Programm:
- Freitag,  23.06.00 Ankunft der Kindergruppe mit den Bussen an der Festhalle in Thalfang.

- Samstag,  24.06.00 Besuch des Weinblütenfestes in Neumagen-Dhron, Übergabe eines
  Präsentes an Ministerpräsident Herrn Beck.

- Freitag, 30.06.00 Bunter Nachmittag mit Grillen auf Einladung des Heimatverein Beuren
  mit Kaffee, Kuchen und Spielen auf der Fischerhütte bei Beuren. Wir veranstalteten einen
  Kleiderbasar, hier konnten Sachen für die Kinder getauscht werden.

- Samstag, 08.07.00 Disco in der Bürgerhalle in Monzelfeld

- Montag, 10.07.00 Besuch der Stadtwoche in Hermeskeil, Einladung durch die
  Schausteller

- Donnerstag, 13.07.00 Gemeinsames Abschiedsessen, im Bürgerhalle in Monzelfeld

- Samstag, 15.07.00 Abfahrt der Kinder mit den Bussen ab Thalfang

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29. u. 30. Juli 2000
6. Western- u. Countryfest der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. in Neunkirchen
Nach 5 Veranstaltungen am Wasserturm in Dhronecken und viel Vorarbeit fand das Fest erstmals in Neunkirchen statt.
Dauerregen ließ die Veranstaltung Samstags regelrecht ins Wasser fallen, trotzdem hatten etliche ReiterInnen und  Besucher den Weg zu uns gefunden und erlebten einen tollen Auftritt von Larry Thomas and the Stars´ n Bars.  Sonntags war der Wettergott gnädig und die vielen Besucher erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag mit der Band Duo Projekt und dem Auftritt der Western-Tanzgruppe Eifel Outlaws vom Flugplatz Spangdahlem .
Mit einer Kletterwand, aufgebaut und betreut vom THW  Montabaur, Ponyreiten und Kinderschminken war auch für die kleinen Gäste gesorgt.
Trotz geringer Einnahmen war man sich mit Besuchern und Händlern einig: Ein gelungener Anfang auf dem neuen Gelände und Aufwiedersehen, bei hoffentlich besserem Wetter, im nächsten Jahr.

04. November 2000
Benefitzkonzert mit der Leiendecker-Bloas in der Festhalle in Thalfang
Peter May, Mitglied der Band, war durch Tschernobylkinder in der Nachbarschaft in seinem Wohnort Schweich auf die Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. aufmerksam geworden. So kam dann der Kontakt zustande und nach Rücksprache mit den anderen Bandmitgliedern die Zusage für einen kostenlosen Auftritt der Leiendecker-Bloas.
Trotz guter Verbereitung, Plakatwerbung, Artikel in den Amtsblättern, Zeitungen und Berichten im Rundfunk, kamen bei einem niedrigem Eintrittspreis nur 120 Besucher. Sie erlebten einen tollen Auftritt der Leiendecker-Bloas und es herrschte eine super Stimmung im Saal. Danke an die Leiendecker-Bloas für den Auftritt und die Unterstützung zugunsten der Kinder von Tschernobyl.

Dezember 2000
Sammelaktion für Hilfstransport
Wie in den vergangenen Jahren hatte die Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. im November  zu dieser humanitären Aktion zugunsten der Kinder und Menschen in den durch die Reaktorkatastrophe verstrahlten Gemeinden Rubel und Hotomel im Gebiet Stolin und einem Waisenheim in Minsk aufgerufen.
Die Aktion war wieder ein großer Erfolg, viele Kindergärten und Schulen, viele andere Kinder und Familien, aus den Verbands- gemeinden: Thalfang, Hermeskeil, Neumagen-Dhron, Schweich, Traben-Trarbach, Bernkastel, Wittlich, der Einheitsgemeinde Morbach, der 1. FCK Fanclub Teufelkreis Neumagen-Dhron und  die Waldschule Horressen (im Westerwald), beteiligten sich wieder an der Aktion "Kinder beschenken Kinder" mit in Weihnachtspapier gepackten Paketen in Größe eines Schuh- kartons.
Von der hiesigen Bevölkerung und dem Eine-Welt-Arbeitskreis  Höhn (im Westerwald) wurden wieder Lebensmittelpakete für Familien, Invaliden, ältere Menschen und das Waisenheim gespendet.
Auch von den Gastfamilien die seit 1996 Kinder zu einem dreiwöchigen Erholungsurlaub eingeladen hatten wurden viele Pakete gebracht. Die Ladung eines LKW mit Anhänger für das Waisenheim in Minsk, Gesamtgewicht der Ladung 9 t, sammelten das THW und Frau Hannelore Conrad aus Enkirch.
Die gesamte Hilfslieferung umfaßt ca. 25 t, ca. 130 m³. Seit Mitte November hatte Franz Thiel  die in über vierzig Sammelstellen zusammen gekommenen Pakete in der Pfarr- scheune in Neumagen sortiert, gewogen, gezählt und bis unter die Decke gestapelt.
Für die Schulen in Rubel und Hotomel hatte der Verein wieder Computer, Drucker, Papier, Kreide, gebrauchtes Spielzeug und für die Poliklinik in Rubel Medikamente besorgt.
Am 27. Dezember haben viele freiwillige Helferinnen und Helfer die Männer des THW bei der Beladung der LKW s in Neumagen unterstützt.

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