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02. bis 10. Januar 1999
Hilfstransport nach Rubel
An Morgen des 02. Januar 99 startete der Hilfskonvoi beladen mit 11,5 t Hilfsgüter vom THW-Stützpunkt Montabaur nach Rubel in Weißrussland wieder unter Leitung von Gerd Schlosser vom THW, Ortsverband Montabaur, mit neun Personen des THW und zwei Mit- gliedern der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V., darunter waren auch zwei Frauen.
Anklicken zum VergrößernDie Fahrt verlief abgesehen von einem längeren Aufenthalt an der weißrussischen Grenze ohne be- sondere Zwischenfälle und erreichte am Abend des 04. Januar 99 die Gemeinde Rubel. Der neun- stündige Aufenthalt an der weißrussischen Grenze wurde von den Zollbehörden benötigt um zu klären, ob Pflanzenmagarine und Gemüsebrühe mit dem Aufdruck "rein pflanzlich" auch wirklich rein pflanzlich sind.
Mit dem Entladen der Fahrzeuge konnte am Nachmittag des 05. Januar unter Aufsicht von Vertretern der Zoll- und der Gesundheitsbehörde begonnen werden. Am späten Abend waren alle Fahrzeuge entladen, die Hilfsgüter zur Verteilung freigegeben und der Arzt der Poliklinik konnte bereits die Medikamente und die Pakete mit Bettwäsche in Empfang nehmen.
Zur Verteilung der 230 persönlichen Pakete, mit einem Gesamtgewicht von 2,7 t, am Morgen des 06. Januar hatte die örtliche Kommission 147 Empfänger zum Gebäude des Dorfsowjet bestellt. Viele Familien, ca. 500 Personen, waren komplett anwesend. Die Menschen warteten über viele Stunden bis sie aufgerufen wurden und ihre Pakete in Empfang nehmen konnten. Nachmittags wurde ein Teil der 936 Geschenkpakete an die Kinder der Schulen von Rubel und Hotomel verteilt. Abends wurden noch Familien mit behinderten Kindern besucht und Lebensmittelpakete und ein gespendeter Kinderrollstuhl übergeben.
Anklicken zum VergrößernAm Donnerstag, dem 07. Januar wurden weitere Geschenkpakete an Kinder des Kindergartens, Familien mit behinderten Kindern und Invaliden ver- teilt, des weiteren die Pakete für die Schulen. Der größte Teil der 306 Lebensmittelpakete mit einem Gewicht von 2,65 t, wurde am Morgen des 08. Januar
an die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kolchose ver- teilt. Durch die vielen Regenfälle und die damit ver- bundenen Überschwemmungen gab es große Ernte- ausfälle. Die Kolchose konnte schon seit über drei Monaten keine Löhne mehr zahlen und die insgesamt desolate Wirtschaftslage bewirkte in vielen Familien große Not.
Nachmittags startete der Konvoi zur Rückfahrt nach Deutschland. Unterwegs gab es in der Bezirksstadt Pinsk Probleme bei der Kraftstoffversorgung der Fahrzeuge. Nach längerem Suchen wurden lediglich einige Liter Benzin für den Transporter "ergattert". Diesel für die Lkws gab es nicht. Mit dem letzten Tropfen Kraftstoff erreichte der Konvoi eine Tankstelle an der Autobahn nach Brest, dort konnten alle Fahrzeuge wieder aufgetankt werden und die Teilnehmer des Hilfstransports konnten aufatmen.
Am frühen Morgen des 10. Januar, nach langer Fahrt in Schneetreiben und auf vereisten Straßen kamen die Fahrzeuge wieder wohlbehalten in Montabaur an.

22. bis 29. Mai 1999
Studienreise nach Weißrussland
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35 Personen, darunter viele Gasteltern, besuchen mit einem Bus die Hauptstadt Minsk und das Dorf Rubel. In Rubel wohnten sie bei Familien deren Kindern bei uns zum Erholungsaufenthalt waren.







24. Juli bis 16. August 1999
Kindererholung
86 Kinder und sechs Betreuerinnen bzw. Betreuern, der größte Teil der Kinder kam aus dem Gebiet Stolin, hauptsächlich aus den Orten Rubel und Hotomel, kamen zum Erholungs- aufenthalt. Die Kinder waren hier bei Gastfamilien in den Verbandsgemeinden: Thalfang, Hermeskeil, Schweich, Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues, Wittlich und Traben-Trarbach untergebracht. 41 der Kinder verbrachten erstmalig einen Erholungsurlaub in Deutschland.
Für Andrej Ogijewitsch, aus Rubel, waren es besonders schöne Wochen, er war bereits seit Mai bei seiner Gastfamilie Steffen in Piesport. Er wurde im Brüderkrankenhaus in Trier von Prof. Hopf an seinem missgebildeten Fuß mit Erfolg operiert und konnte mit den anderen Kindern die Heimreise antreten. Wir danken Prof. Hopf, dem Brüderkrankenhaus in Trier und der Familie Steffen.

Programm:
     - Samstag, 24.07.99, Ankunft der Kindergruppe mit den Bussen in Thalfang, an der
       Festhalle.
     - Dienstag, 27.07.99, Bunter Nachmittag mit Grillen und Kleiderbasar auf Hof Kron,
       Neumagen.
     - Mittwoch, 04.08.99, Schifffahrt von Neumagen nach Bernkastel und zurück, 1. Gruppe,
       alle Kinder vom Hunsrück.
     - Donnerstag, 05.08.99, Schifffahrt von Neumagen nach Bernkastel und zurück,
       2. Gruppe, alle Kinder von der Mosel.
     - Sonntag, 01.08.99 Besuch des Western- u. Countryfestes in Dhronecken.
     - Mittwoch, 11.08.99, Disco in der Bürgerhalle in Monzelfeld.
     - Freitag, 13.08.99, Abschiedsessen, im Bürgerhaus Römerkastel, Neumagen.
     - Montag, 16.08.99, Abfahrt der Kinder mit den Bussen ab Thalfang.

31. Juli u. 01. August 1999
5. Western- u. Countryfest der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. am Wasserturm in Dhronecken

August 1999
Breiter Fest für Tschernobyl-Kinder
Viele machen starke Sprüche. Doch bei Viktor Welter sind es keine geplatzten Sprech- blasen - bei ihm steckt mehr dahinter.
Er war schon als langjähriger Breiter Wehrführer ein Mann der Tat, der den Dienst am Nächsten als eines der höchsten Güter ansah. Seit 1996 organisiert er mit Reinhold Jung das Wild- und Fischfest in Breit. Veranstalter ist die Gemeinde.
Die Erlöse gingen immer guten Zwecken zu. Diesmal flossen die Gelder zu gleichen Teilen der Tschernobyl-Kinderhilfe Reinsfeld und der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. zu. Jeweils 3000 Mark wurden im Landgasthof Zur Post in Büdlicherbrück überreicht.
Die Reinsfelder Helfer werden das Geld für die  Behandlung des elfjährigen Ilja Parfenov aus Chabinka, bei dem eine Krebserkrankung festgestellt wurde, ausgeben.
Die Tschernobylhilfe Erbeskopf wird das Geld für Versicherungen und den Transport verwenden, damit wiederum Kinder aus Tschernobyl einen dreiwöchigen Erholungsurlaub rund um den Erbeskopf verbringen können. Die Gemeinde Breit, Viktor Welter und Reinhold Jung danken den über 500 Gästen, die bei Kaiserwetter für diesen guten Zweck zusammenkamen, den 30 ehrenamtlichen Helfern, sowie den 26 Spendern, die mit über 1200 Mark zum Erfolg beitrugen.

Dezember 1999
Sammelaktion für Hilfstransport
Wie in den vergangenen Jahren hatte die Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. im November 99 zu dieser humanitären Aktion zugunsten der Kinder und Menschen in den durch die Reaktorkatastrophe verstrahlten Gemeinden Rubel und Hotomel im Gebiet Stolin, Weiß- russland aufgerufen.
Die Aktion war wieder ein großer Erfolg, der durch die Unterstützung und die Hilfsbereit- schaft von vielen in diesem Umfang zustande kam. Es war wie immer, für alle Beteiligten
im Vorfeld des Transports viel Streß und Aufregung. Wir haben es wieder geschafft, für alle Kinder der Schulen und des Kindergartens genug Geschenkpakete zu bekommen und kein Kind wird leer ausgehen. Besonders haben wir uns über die vielen Lebensmittelpakete gefreut, sie werden für viele Familien und ältere Leute gerade diesen Winter sehr wichtig sein. Die gesamte Hilfslieferung umfaßt ca. 20 t, ca. 100 m³.
Viele Kindergärten und Schulen, viele andere Kinder und Familien, aus den Verbands- gemeinden: Thalfang, Hermeskeil, Neumagen-Dhron, Schweich, Traben-Trarbach, Bernkastel, der Einheitsgemeinde Morbach, der 1. FCK Fanclub Teufelkreis Neumagen- Dhron und die Waldschule Horressen (im Westerwald), beteiligten sich wieder an der Aktion "Kinder beschenken Kinder" mit in Weihnachtspapier gepackten Paketen in Größe eines Schuhkartons. Es kamen fast 1300 Geschenkpakete mit einem Gesamtgewicht von 2,7 t für Kinder zusammen.
Von der hiesigen Bevölkerung und dem Eine-Welt-Arbeitskreis Höhn (im Westerwald) wurden 388 Lebensmittelpakete (Gesamtgewicht 3,8 t) für Familien, Invaliden und ältere Menschen gespendet.
Von den Gastfamilien die seit 1996 Kinder zu einem dreiwöchigen Erholungsurlaub einge- laden hatten, wurden 445 Pakete (Gesamtgewicht 6,2 t) mit auf die Reise gegeben.
Seit Anfang Dezember 99 hatten Franz Thiel und andere die in über dreißig Sammelstellen zusammen gekommenen Pakete in der Pfarrscheune in Neumagen sortiert, gewogen, gezählt und bis unter die Decke gestapelt.
Für die Schulen in Rubel und Hotomel hatte der Verein 25 Computer, Drucker, Papier, Kreide, Bälle, Springseile, gebrauchtes Spielzeug, Wandfarbe, 400  Rollen Tapete und 480 m² PVC-Bodenbelag besorgt.
Am 28. Dezember 99 hatten viele freiwillige Helfer- innen und Helfer die Männer des THW bei der Be- ladung der LKW s in Neumagen und in Neunkirchen, wo Krankenbetten, Rollstühle, Toilettenstühle, Gehhilfen und sonstige Hilfsmittel für Invaliden gelagert waren, unterstützt. Mit auf die Reise gingen auch Bettwäsche und Medikamente, für die Poliklinik in Rubel, das Krankenhaus in Stolin und ein Invalidenheim in Minsk.

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