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28. Mai 1995
Gründung des Vereins "Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V." am Wasserturm in Dhronecken.

Gründungsmitglieder:

Manfred

Bungert

54426

Neunkirchen

Dietlinde

Ehrhardt

54294

Trier

Manfred

Fell

54347

Neumagen-Dhron

Friedel

Hagenburger

54424

Gielert

Martin

Heupt

54426

Malborn

Wilfried

Heupt

54426

Malborn

Horst

Hubert

54424

Thalfang

Silke

Jost

54426

Dhronecken

Christa

Müller

54426

Dhronecken

Alfred

Müller

54426

Dhronecken

Albert

Robert

54424

Thalfang

Engelbert

Theis

54294

Trier

Alexander

Zeus

54426

Dhronecken


Es wurde der erste Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender

Alfred Müller

2. Vorsitzender

Manfred Bungert

Schatzmeister

Horst Hubert

Schriftführer

Albert Robert

Beisitzer

Manfred Fell

 

Christa Müller

 

Silke Jost

Kassenprüfer

Alexander Zeus

 

Martin Heupt

 

29. u. 30. Juli 1995
1. Western- u. Countryfest der Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. am Wasserturm in Dhronecken
Bei der Benefizveranstaltung im Rahmen des Kulturprogrammes des deutsch-amerika- nischen Freundschaftjahres am 29. u. 30. Juli 1995 am Wasserturm in Dhronecken konnte die, am 28.05.1995 gegründete, Tschernobyl-Hilfe-Erbeskopf e.V. im Beisein der amerika- nischen Vizekonsulin Frau Weingold-Hanson und des Vorstandes des DRK-Ortsvereins Thalfang, den von dem DRK-Ortsverein Thalfang gestifteten Krankenwagen an den Bürger- meister von Rubel, Grigorij Leschkewitsch übergeben. Der Krankenwagen wurde von der Firma Auto Hermann überholt und durchgecheckt, die Kosten teilten sich DRK und Firma Auto Hermann.

22. bis 25. September 1995
Überführung des Krankenwagens
Um den Krankenwagen, der dem Verein Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. vom DRK-Orts- verein Thalfang und seinem Vorsitzenden, Bürgermeister Hans Dieter Dellwo als humanitäre Hilfe für Tschernobyl übergeben worden war, nach Rubel / Weißrussland zu überführen, nahmen der Vorsitzende Fred Müller aus Dhronecken, der I. Beigeordnete der VG Thalfang am Erbeskopf Horst Hubert und die beiden DRK-Angehörigen Bernd Weinig und René Weinig eine lange und beschwerliche Reise auf sich.
Anklicken zum VergrößernVielen Menschen hatten die Thalfanger DRK-Helfer in  der Vergangenheit mit dem Krankentransport fahr- zeug  helfen können, bis es jetzt durch ein neues Fahrzeug  ersetzt wurde. Gute Dienste soll der Krankenwagen  nun den Menschen in der nach dem Reaktorunfall von  Tschernobyl im Jahre 1986 radioaktiv verseuchten  Gebiet helfen, ihre Leben- ssituation zu verbessern und  ihre Kranken schnell und würdig in ein Krankenhaus  zu bringen.
Vollbepackt mit Medikamenten, die aus Spendengeldern beschafft worden waren und mit Kleiderspenden startete man von Thalfang aus in das ca. 1800 km entfernte Rubel in Weißrussland. Bis nach Frankfurt / Oder ging es mit zwei Fahrzeugen und durch Polen und Weißrussland mit dem Krankenwagen. An den Grenzen gab es kaum Aufenthalt. Die polnischen Grenzbeamten ließen bei dem Wort "humanitäre Hilfe" sofort passieren. Nur an der weißrussischen Grenze bei Terrespol, nahe Brest, gab es wegen verschiedener Formalitäten wenige Stunden Aufenthalt. Der Bürgermeister der Gemeinde Rubel (ca. 7.000 Einw.) war an die Grenze gekommen und half zusammen mit einem Dolmetscher bei den Einreiseformalitäten. Von Brest aus waren noch ca. 250 km zu bewältigen bis nach Stolin (ca. 25.000 Einw.). Seit 1991 wird die dortige Poliklinik von der hiesigen Organisation mit Medikamenten versorgt, so auch dieses Mal.
Von Stolin nach Rubel (ca. 30 km) wurde der beschwerlichste Weg zurückgelegt. Das vollgeladene Krankenfahrzeug hatte Höchstleistungen zu vollbringen, über Straßen, die keine waren und über Brücken, die mit morschem Holz belegt waren, bis das Dorf Rubel erreicht war.
Medikamente für das Krankenhaus und Kleidung für die besonders bedürftigen Einwohner des Dorfes Rubel, in dem ca. 1.600 Kinder aufwachsen, das von der internationalen Kommission als hochgradig verseuchtes Gebiet eingestuft ist, wurden übergeben. Der noch junge Arzt des Krankenhauses in Rubel hatte schon sehnlichst auf die Ankunft der Medikamente gewartet, obwohl seit der letzten Lieferung erst wenige Monate vergangen waren.
Anläßlich einer kleinen Feier und einem gemeinsamen Essen, das die Eltern der Kinder, die im Hunsrück (auf Einladung des Hunsrückvereins, OG Dhronecken) drei Wochen in Ferien waren aus dem wenigen was sie hatten, zusammengestellt haben, wurde das Krankenfahrzeug von Horst Hubert stellvertretend für Bürgermeister Dellwo an die Gemeinde und das Krankenhaus übergeben. "Wenn nur ein Leben durch das Fahrzeug gerettet werden könne, habe sich die Mission schon gelohnt", so Hubert bei der Übergabe und Vorsitzender Müller traf bei seinem jetzt 5. Besuch die Feststellung: "Es gibt mittler- weile viele gute Freunde."
Bürgermeister Gregorij Leschkewitsch berichtete zunächst von seinem Aufenthalt in der VG Thalfang am Erbeskopf: "Ich glaubte, ich sei auf einem anderen Planeten, so kam mir mein Aufenthalt in Deutschland vor". Die Eltern der Ferienkinder baten, einen großen und herzlichen Dank an die deutschen Gasteltern weiterzugeben.
Die beiden mitgereisten DRK-Helfer Bernd u. René Weinig hatten einen interessierten Zuschauerkreis bei der Erläuterung der Funktionen des Krankenautos und Dolmetscher Ilda übersetzte ruhig und sachlich ins Russische.

Dezember 1995
Die im Mai des Jahres gegründete Tschernobyl-Hilfe Erbeskopf e.V. hatte zu einer humanitären Aktion zugunsten der Kinder und alten Menschen in den durch die Reaktor-katastrophe von Tschernobyl strahlenverseuchten Orten Rubel und Hotomel im Gebiet Stolin aufgerufen.
Die Beteiligung an der Hilfsaktion war sehr groß. Rund 600 Pakete hatten die Kinder aus den Schulen Morbach, Neumagen-Dhron und Thalfang gepackt und eine nennenswerte Geldsumme gesammelt. Die katholische Frauengemeinschaft Malborn und eine Privatinitiative aus Neumagen-Dhron hatten sich ebenfalls beteiligt wie viele Bürgerinnen und Bürger aus der Verbandsgemeinden Thalfang am Erbeskopf und Neumagen-Dhron.
Zusätzlich konnten ca. 150 Pakete für große Familien, 200 Pakete mit Kleidung und Medikamente im Wert von ca. 10.000 DM am 28. Dezember nach Weißrussland auf die Reise gehen.

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